
Digitale Medien sind aus dem Alltag junger Menschen nicht mehr wegzudenken. Aktuelle Forschung zeigt jedoch: Eine sehr hohe tägliche Bildschirmzeit steht in Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für Depressionen, Angststörungen, Aufmerksamkeitsprobleme und soziale Schwierigkeiten.
Grundlage dieser Erkenntnisse sind unter anderem Daten der groß angelegten US-Langzeitstudie „Adolescent Brain Cognitive Development Study“ (ABCD-Studie), die von den National Institutes of Health begleitet wird. In dieser Studie werden über 11.000 Kinder und Jugendliche über Jahre hinweg zu Gehirnentwicklung, Verhalten, Mediennutzung und psychischer Gesundheit untersucht.
Besonders auffällig: Jugendliche mit vier oder mehr Stunden Bildschirmzeit täglich zeigen deutlich häufiger psychische Belastungssymptome. Neben der Nutzungsdauer spielen vor allem indirekte Faktoren eine Rolle — etwa Schlafmangel, reduzierte Bewegung und weniger reale Sozialkontakte. Auch für Babys und Kleinkinder sind intensive digitale Reize entwicklungspsychologisch belastend.
Ein bewusster Umgang mit Medien wirkt präventiv — nicht durch Verbote allein, sondern durch Beziehung und Begleitung:
So kann Digitalisierung sinnvoll integriert werden, ohne die psychische Entwicklung zu überfordern.
Mehr Informationen: https://science.orf.at/stories/3234177/